Die Körpersprache des Hundes

Im Umgang mit dem eigenen Hund ist es von großer Bedeutung, seine Körpersprache richtig zu deuten. Die Vierbeiner kommunizieren in den meisten Fällen weitaus offener mit ihren Besitzern, als diese überhaupt mitbekommen. Um die Bedürfnisse des Tieres aber richtig entschlüsseln zu können, ist es wichtig, sich selbst etwas mit dem Thema zu befassen.

Will der Hund nur spielen?

Besonders deutlich wird ein Hund dann, wenn er Sie zum Spielen auffordern möchte. Gründe dafür können nicht nur seine eigene Langeweile sein, sondern auch der Wunsch, Gassi zu gehen. Dabei begibt sich das Tier in eine fast flehende Position, in der sich Vorderpfoten und Kopf auf dem Boden befinden. Der zumeist wedelnde Schwanz sollte nun eigentlich ausreichend sein, um dem eigenen Wunsch Nachdruck verleihen zu können. Im Übrigen wird auch im Fressnapf Ratgeber für Hunde erwähnt, dass diese Aufforderung gerne auch gegenüber den Artgenossen angewendet wird. Der Hund kommuniziert in dieser Situation also sehr viel diffiziler, als dies viele Menschen im Voraus erwarten würden.

Aggression und Ängstlichkeit

Grundsätzlich sollte es leicht fallen, einen aggressiven Hund zu erkennen. Doch das Bellen an sich kann auch ein Zeichen der eigenen Unsicherheit sein, weshalb es oftmals falsch interpretiert wird. Deutlicher lässt sich die Aggressivität an den hochgezogenen Lefzen erkennen, die einen Teil der Zähne freigeben. Je stärker das furchteinflößende Gebiss des Raubtiers dabei gefletscht wird, desto ungemütlicher ist die Stimmung des Hundes. Besonders beim Hund als Familienmitglied sollte auf diese Punkte geachtet werden. Begibt sich das Tier dagegen in eine ängstliche und scheinbar unterlegene Position, so werden die Ohren nach hinten geklappt und der Schwanz herangezogen. Häufig knicken nun auch die Hinterbeine ein, was den beängstigenden Gefühlszustand noch zusätzlich unterstreicht.

Bellen und Knurren

Das Bellen selbst muss nicht immer ein Zeichen für eine erhöhte Aggressivität des Tieres sein. Auf der anderen Seite bellen manche Rassen, wie zum Beispiel der Jack Russel Terrier, auch ihre Besitzer hin und wieder sanft an, um sie auf etwas aufmerksam zu machen. Häufig nutzt der Hund dies als ein letztes probates Mittel, um noch den eigenen Willen durchsetzen zu können. Gerade aus diesem Grund sollten die Besitzer nicht um jeden Preis nachgeben, um den Status als Rudelführer und Ranghöherer nicht zu verlieren. Ansonsten geht man in vielen Fällen das Risiko ein, zukünftig noch häufiger das Opfer der eigentlich harmlosen akustischen Attacke zu werden. Die Wünsche, die der Hund auf diesem Wege äußert, sollten daher erst erfüllt werden, wenn das Bellen im Anschluss wieder eingestellt wurde.

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