2. Oktober 2022

Hundespielzeug

So unterschiedlich die Anforderungen an die verschiedenen Rassen einmal waren und teilweise immer noch sind, so ähnlich sind sich doch ihre Bedürfnisse. Dies erklärt auch die ständig wachsende Palette an immer neuen Spielzeugen für den Hund, die aber im Prinzip die gleichen Bedürfnisse abdecken sollen. CIMG3313 (Small)

Lecken, Kauen, Nagen

Auch Hunde haben eigentlich ein hohes Bedürfnis, viel Zeit mit dem Erarbeiten von Futter zu verbringen. Neben den bekannten Kauartikeln, zum Beispiel Kauknochen, gibt es mittlerweile eine Fülle von Spielzeugen auf dem Markt, bei denen nicht nur die Zähne, sondern auch vor allem die Zunge zum Einsatz kommt. Das bekannteste, durch seine beruhigende Wirkung gern bei Trennungsangst eingesetzte Produkt ist der sogenannte „Kong“, ein kegelförmiges hohles Naturkautschukprodukt, das so gut wie jedem Kiefer standhält und den Hund je nach Füllung mehr oder weniger lang beschäftigt. Beliebte Füllungen sind Leberwurst, Trockenfutter mit Nassfutterversiegelung und auch Quark. Besonders begehrt im Sommer ist der Kong mit gefrorener Füllung, z.B. Fleischbrühe. Hier ist der Hund natürlich etwas länger beschäftigt. Den Kong gibt es in verschiedenen Größen (von S bis XXL) und Farben für verschiedene Härtegrade (beispielsweise blau und rosa für Welpen, schwarz für sehr kräftige Kauer). Preislich befindet er sich etwa zwischen 7 bis 15 Euro.

Die Welt der Nasentiere

Zum Leben eines Hundes gehört die sogenannte „Nasenarbeit“ einfach immer dazu, manche Rassen kann man vom Schnüffeln in Mäuselöchern oder an Wildfährten überhaupt nicht mehr losbekommen, sie sind buchstäblich „taub“. Gut, wenn man als Mensch diese fesselnde Tätigkeit mit gestalten kann. Sehr gut geeignet für die Beschäftigung zu Hause ist zum Beispiel das sogenannte „Hütchenspiel“. Es gibt dieses Spiel als Hartholzvariante (schont die Zähne und das Spiel): Ein flaches Brett mit sechs Löchern und die dazu passenden „Hütchen“, die oben eine Vertiefung haben, um leichter mit den Zähnen erfasst zu werden und unten hohl sind. Hier kann man natürlich mit dem einfachsten Schwierigkeitsgrad beginnen: Man versteckt ein Leckerchen vor den Augen des Hundes unter einem Hütchen. Der Hund „erschnüffelt“ das Futter und hebt das Hütchen mit den Zähnen hoch. Die meisten Hunde begreifen sehr schnell, worum es geht. Diese Variante kann man je nach Anbieter für 5 bis 10 Euro erstehen.

Nichts für Anfänger – die Reizangel

Sowohl Hund und Halter sind bei diesem Spiel sehr gefordert. Eine Reizangel besteht aus einem langen Stock mit einer Schnur, an dem die „Beute“ hängt. Achtung: Dies ist kein geeignetes Spielzeug, um agile Hunde „auszupowern“. Der Mensch bewegt das Spielzeug vor dem Hund, zum Beispiel indem er sich im Kreis dreht. Dies erfordert etwas Übung und Schwindelfreiheit. So gut wie alle Hunde jagen die Beute. Bei Hunden, die gern jagen, kann die Reizangel an ein Training für ein sehr gutes Abrufsignal anschließen, in dem der Schwierigkeitsgrad erhöht ist. Es erfordert natürlich immense Impulskontrolle und Konzentration vom Hund, dieser Beute nicht hinterher zu jagen, obwohl sie so nah ist. Daher ist sie eben nichts für Anfänger – sondern für gut trainierte Hunde und erfahrene Halter zur Wildjagdprävention. Eine Reizangel für Hunde kann man ab etwa 20 Euro kaufen.

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