Top 7 der schönsten Tierfreundschaften

Es gibt verschiedene Formen von Partnerschaft im Tierreich. Die unangenehmste Variante ist der Parasitismus. Hier leben zwei unterschiedliche Organismen zusammen, wobei einer den anderen ausnutzt, schädigt oder sogar letztendlich tötet. Dann gibt es den Kommensalismus, bei dem ebenfalls zwei unterschiedliche Organismen zusammenleben, wobei der eine der beiden Organismen vom Zusammenleben profitiert, der andere nicht. Von Symbiose wird gesprochen, wenn zwei Organismen zum beiderseitigen Nutzen zusammen leben, wenn sozusagen für beide eine Win-Win Situation entsteht.

  1. Ameise und Blattlaus

Wer hat sich nicht schon einmal über Blattläuse im Garten geärgert? Und sich gewundert, was die vielen Ameisen auf den blattlausbehafteten Pflanzen wollen? Die Blattläuse sind sozusagen die Haustiere der Ameisen. Während sie sich an den Pflanzensäften gütlich tun, werden sie von den Ameisenhirten gemolken, denn diese mögen die süßen Ausscheidungen der Blattläuse sehr. Dafür schützen die Ameisen die Läuse vor den meisten Fressfeinden, damit sie gemütlich weiter die Pflanzen im Garten aussaugen können.

  1. Vogelspinne und Engmaulfrosch

Dass sich irgendein Lebewesen freiwillig mit einer Vogelspinne anfreunden könnte, scheint kaum glaubhaft. Der Engmaulfrosch hat jedoch keine Vorurteile und er kommt sogar mit einer esstellergroß werdenden südamerikanischen Vogelspinnenart aus. Im Verhältnis zu seiner riesigen Freundin ist das Fröschlein so winzig, dass sie keinen Appetit auf ihn hat und ihn lieber vor seinen Feinden beschützt. Dafür spielt der Frosch Babysitter für die Kokons mit dem Spinnennachwuchs. Tiere, die an den Spinnenbabys interessiert sind, sind nämlich für Mama Spinne auch zu klein, als dass sie sich ihrer erwehren könnte. Babysitter Frosch schafft das problemlos.

  1. Putzerfische und Raubfische

Putzsymbiosen gehören zu den häufigsten im Tierreich und dementsprechend gibt es eine ganze Reihe Tiere, die sich ausschließlich mit dem Putzen einer größeren Spezies beschäftigen, die dem kleinen Putzteufel dafür Schutz oder Transport gewährt. Die atlantischen Weißband-Putzerfische reinigen Muränenzähne von Nahrungsrückständen. Die Schiffshalter kümmern sich um die Haut von Haien, Mantas oder Walen. Ihren Namen haben sie von ihrer Saugplatte, mit der sie sich an ihrer großen Mitnahmegelegenheit festklammern und mit tragen lassen. Putzerlippfische schließlich unterhalten Putzstationen, wo sie ihre Kunden empfangen und sauber fressen.

  1. Kuhreiher und Weidevieh

Auch an Land gibt es Putzsymbiosen, wie z.B. die zwischen dem hübschen, hell gefiederten Kuhreiher und Rindern, aber auch Pferden, Ziegen und anderen Weidetieren. Die Reiher folgen ihren Tieren und entfernen Parasiten aus ihrem Fell, fressen darüber hinaus aber auch andere Insekten oder Weichtiere, da die Parasiten alleine sie nicht satt machen würden. Dennoch ist es ein schönes Bild, wenn ein Kuhreiher es sich auf einem Tier seiner Herde gemütlich macht und die Gegend betrachtet. Durch die Größe der Herde und oft auch der einzelnen Tiere genießt der Reiher Schutz vor seinen eigenen Feinden.

  1. Faultier und Faultierzünsler

Dass ein Tier, das so träge ist, dass in seinem Fell Moose und Algen gedeihen können, einer anderen Art nützlich sein kann, ist kaum zu glauben und doch ist es bei Faultieren so. Einmal in der Woche begibt sich das Faultier auf seine Toilette am Boden (= immer die gleiche Stelle für die Verrichtung seines Geschäfts). In den dort vor sich hin verrottenden Kothaufen entwickelt sich die Nachkommenschaft des Faultierzünslers, einer Mottenart. Die jungen Motten machen es sich im Fell des Faultiers gemütlich und leben dort von dessen Hautschuppen und den Algen im Fell.

  1. Clownfisch und Seeanemone

Clownfisch Nemo und seine Familie haben nicht nur im Disney-Film keine Probleme, in den eigentlich giftigen Seeanemonen unterzutauchen. Auch in der echten Welt unterstützen beide Spezies sich gegenseitig. Der bunte Fisch nimmt die Schutzstoffe der Anemone gegen ihr eigenes Gift in eine ihn umgebende Schleimschicht auf. Das Gift wiederum schützt ihn vor seinen Feinden, wenn er sich im Tentakelwald der Anemone versteckt. Er seinerseits hält sie von Parasiten sauber, bedroht ihre Fressfeinde mit Lärm und seinen leuchtenden Farben und fächelt ihr nachts frisches Wasser zu.

  1. Honigdachs und Honiganzeiger

Der afrikanische Honigdachs liebt, wie sein Name schon erahnen lässt, Honig. Leider hat er so seine Schwierigkeiten, immer neue Bienennester zu finden. Anders der Honiganzeiger, eine Spechtart. Er kann Bienennester von der Luft aus problemlos erkennen. Leider aber kann er sie nicht öffnen. Das wiederum schafft der Dachs. Also ruft der Honiganzeiger nach dem nächsten Dachs und führt ihn zum gerade entdeckten Nest. Der Dachs öffnet es und einträchtig verspeisen sie die Leckereien im Innern: der Dachs den Honig und der Vogel die Larven und ein bisschen Wachs für die Verdauung.

Bildquelle: pixabayuser 825545

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